LTE Funknetz der Zukunft?!?

Das mobile Internet auf dem Laptop, Tablet oder Smartphone ist heute für viele Privat- und Geschäftskunden nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Als ich vor 6 Jahren bei einem großen Netzanbieter angefangen habe konnten die meisten mit EMail auf dem Handy nichts anfangen. Damals dauerte es mehrere Minuten um eine Mail abzurufen und dank UMTS-Technik mit HSPA-Turbo sind mittlerweile große Dateien schnell übertragen und Online-Videos oder Audio-Streams flüssig abrufbar. Jetzt hat sich UMTS mal ein wenig etabliert, da steht uns schon wieder ein Wechsel mit LTE (Long Term Evolution) ins Haus.

Der neue Mobilfunkstandard muss, so das Ziel von Bundesregierung und Mobilfunkanbietern, einen doppelten Zweck erfüllen: Im ländlichen Raum sollen die sogenannten „weißen Flecken“ ohne schnelles Internet dank LTE von der Landkarte verschwinden und den Städten soll ein Datenturbo mit bis zu 100 Mbit/s gezündet werden.

Realisiert wird LTE über die Anlogen Fernsehefrequenzen die jetzt frei geworden sind. Die 800 Megahertz Frequenz ist für den ländlichen Bereich, geringere Bandbreite und höhere Radius und die 2,6 Gigahertz Frequenz für den städtischen Bereich, da die Bandbreite maximal erreicht wird aber der Radius nicht so groß ist.

Am weitesten was den Ausbau angeht sind die Jungs aus Düsseldorf „Vodafone“, dann T-Mobile und der Rest muss wie immer sehr lange warten, besonders E-Plus ist noch gar nicht soweit. Die setzten lieber auf HSPA+ und versuchen ihr Netz besser auszubauen.

Dann kommen wir mal zu den sogenannten weißen Flecken. Wer ist ein weißer Fleck? Alle die nicht an das Breitbandnetz angeschlossen sind, weder über Festnetz noch über Funk. Da denkt man „juhu ich bekomme bald schnelles Internet“, aber nix da. Wenn der Bürgermeister oder Ortsvorsteher es verpeilt hat, sich und seine Gemeinde als weißer Fleck bei der Bundesnetzagentur anzumelden, dann bleibt Ihr ein WEIßER FLECK!!!!! Meine Hoffnung auf schnelles Internet jenseits von 1,5 Mbits/s schwindet dahin.

Da ich täglich damit zu tun habe, zerstöre ich jeden Tag Hoffnungen von vielen Menschen!!!

Üblich sind Geschwindigkeiten von 3600 bis 50000 Mbits/s. Wobei da auch wieder zwischen Indoor und Outdoorabdeckung unterscheiden muss. Wenn Indoor verfügbar ist, was auch sehr selten vorkommt es sei den man wohnt direkt neben dem Mast, dann ist das optimal. Man bekommt einen Stick oder Kombination aus LTE Modem und Router und fertig ist die Laube. Aber wehe man ist in der Outdoorabdeckung. Dann muss man sich eine Außenantenne zulegen da die meiste Hardware einfach zuwenig Saft hat.

Die Hardware ist bei allen Anbietern die gleiche und kommt meist von Huawei. Es gibt einen Stick und Router, die meist über den Vertrag Subventioniert werden. Preise hängen von den Verträgen ab. Natürlich gibt es auch aus der Edelschmiede für Router, AVM, einen FRITZ!Box 6840 LTE Preis 299 €. Diesen muss man sich leider selbst besorgen.

Handys und Tablets werden wohl dieses Jahr folgen. Die ersten werden wohl Samsung mit dem Samsung Galaxy S3 und den Galaxy Tab 8.9 LTE sein. Samsung wird auch eine mini Router auf 4G Basis bringen. All diese tollen dinge konnte ich mir bereits auf der ifa 2011 anschauen und testen.  Das hat richtig Fun gemacht. HD Videos in Sekundenschnelle geladen.

Auf dem Bild mit den 2 Handys ist links das SGS2 und rechts das SGS3 mit LTE.

Auch die Jungs aus Cupertino, Apple, springen auf den Zug auf. Das ipad3 und iPhone5 sollen LTE unterstützen. Wir werden sehen sobald die Hardware verfügbar ist.

Alles neue bringt aber auch Probleme mit sich. LTE kann Auswirkungen auf Funkmikrofone und den analogen Fernsehempfang haben oder auf alte Schnurlose Kopfhörer. Bei älteren Geräten kann es durch sogenannte Interferenzen zu Störungen kommen. Hierbei handelt es sich um Überlagerungen von Funkwellen. Dann könnte es vorkommen das Mitten in einer spannenden Fußballübertragung beispielsweise ein ohrenbetäubendes Piepen auftritt oder der Ton komplett ausfällt. Jeder  der hiervon betroffen ist, sollte sich an die Bundesnetzagentur wenden. Diese hält in manchen Fällen eine finanzielle Entschädigung für die Besitzer von nicht mehr nutzbaren Geräten bereit. Das weiß nämlich auch keiner. Also keine Panik wenn irgendwas kaputt geht. www.bundesnetzagentur.de

Wer jetzt ein wenig Blut geleckt hat und LTE testen möchte sollte zu seinem Mobilfunker des Vertrauens gehen und sich beraten lassen. Denn auch hier gibt es wieder die Qual der Wahl. Wie immer sind die Tarife von Netzbetreiber zu Netzbetreiber unterschiedlich. Der eine bietet mehr Volumen, dafür ist der andere billiger. Generell sollte man wissen das die Verträge Volumenbasiert sind und nach Verbrauch des Volumen die Geschwindigkeit gedrosselt wird auf 384 Kbit/s. Es gibt auch Anbieter bei denen man zum telefonieren auch weiterhin einen herkömmlichen Festnetzanschluss benötigt. Bei den roten aus Düsseldorf wurde LTE bereits für die mobile Nutzung freigegeben. Bedeutet wer einen Datentarif hat, kann LTE ohne Aufpreis nutzen.

Fazit: LTE kann eine Alternative sein und ist definitiv das mobile Funknetz der Zukunft. Alle Hersteller werden Modelle mit LTE herausbringen und wer über den DSL Anschluss nur Bandbreiten zwischen 384 Kbit/s und 2 Mbit/s bekommen kann, sollte sich über LTE informieren ob es verfügbar ist

Veröffentlicht am 04/01/2012, in Mobilfunknetze und Anbieter. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: